Die verschwiegenen Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge

Politik und die Versicherungsbranche propagieren die betriebliche Altersvorsorge als das Beste, was es gäbe. Doch überraschende Ergebnisse haben inzwischen die öffentliche Aufmerksamkeit erreicht. Die aufgedeckten Verluste haben heftigen Ärger ausgelöst. Besonders die nachträglichen Abgabenbelastungen waren ein verabscheutes Überraschungspaket.

 

Warum fallen jedoch immer noch so viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darauf herein? Sind inzwischen auch alle entscheidenden Nachteile der Entgeltumwandlung bekannt? Hier finden Sie viele Nachteile der Entgeltumwandlung zur betrieblichen Altersvorsorge, die fast nie erwähnt werden.

Autor: Dirk Feldhinkel

Stand: 26.09.2020

Mann drückt sich verzweifelt das Gesicht zusammen.
Hätte ich das nur vorher gewusst!

Die Entgeltumwandlung kann Ihnen teuer zu stehen kommen:

  • Sie sind der Mitarbeiter einer Firma und bekommen eine unglaublich stark geförderte Rente aus dem Betrieb empfohlen. Politik und Gewerkschaft habe sich für Sie ins Zeug gelegt. Geschieht das alles wirklich nur in Ihrem Interesse? 
  • Eine Berechnung der Entgeltumwandlung verspricht einen unschlagbaren Zuschuss durch den Arbeitgeber und Steuer- und Abgabenfreiheit. Man spricht von Förderung. Sie sollen deshalb selbst ordentlich aus Ihrem Verdienst dazulegen. Doch ist das die ganze Wahrheit? 
  • Wenn Sie noch skeptisch sind, werden Sie von Gewerkschaftern und sogenannten Beratern für unzurechnungsfähig erklärt. „Wer rechnen kann, der schließt ab.“, sind typische Aussagen dazu. Doch reicht hier Kopfrechnen aus, um die Entgeltumwandlung wirklich zu verstehen?

Vorsicht bei der Entgeltumwandlung!

Die Formen der Anwerbung für die Entgeltumwandlung verbergen objektiv zahlreiche Nachteile, die im Gesamtpaket den Sinn einer „geförderten“ Vorsorge zu Nichte machen. Die Entgeltumwandlung ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge, die im Grunde vom Arbeitnehmer selbst bezahlt wird.

 

Dadurch, dass der Entgeltanspruch vor der Auszahlung direkt der Versorgungseinrichtung des Arbeitgebers überwiesen wird, fallen hierbei keine Steuern und Sozialabgaben an. Das denkt man zumindest auf den ersten Blick. Es sieht so aus, als wäre das Ganze eine Anlageform, welche vom Staat gefördert wäre. Bereits hierin liegt eine gefährliche Fehldeutung, welche den wirtschaftlichen Verstand sehr schnell ausschaltet. Doch was genau ist eine Entgeltumwandlung?

 

Die Entgeltumwandlung verspricht Ihnen sogenannte Anwartschaften, die nichts anderes sind, als vertraglich definierte  Vorsorgeleistungen des Arbeitgebers. Als Rente könnte man sie auch als ein aufgeschobenes Entgelt bezeichnen. Es ist ein Lohn, welcher nachträglich zur Rente gezahlt wird. Genau dort fallen die „ersparten“ Steuern und Abgaben wieder an.

 

Ob das Ganze sich rechnet, liegt an der einfachen Bedingung, ob die Kapitalanlage nach Kosten hinreichende Erträge entwickelt. Das in Form einer Rente zu prüfen, bedarf jedoch hinreichende Fachkenntnisse. Besondere Vorsicht ist bei Beispielrechnungen und Grafiken geboten.

 

Der Laie kann die dahinter stehenden Tricks in der Regel nicht auflösen. Sie bekommen in den sogenannten Beratungen einseitig Vorteile geboten und wesentliche Nachteile werden verschwiegen oder trickreich heruntergespielt. Die üblichen Darstellungen sind im Grunde manipuliert. Diese verschwiegenen Nachteile entscheiden am Ende jedoch über den Sinn des gesamten Konzeptes der Entgeltumwandlung.

Wann gibt es welche Nachteile?

Für eine grundlegende Bewertung müssen zwei Varianten unterschieden werden. Zu einen gibt es die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge und zum anderen gibt es die arbeitnehmerfinanzierte betriebliche Altersvorsorge. Um Arbeitnehmer für eigene Beiträge zu motivieren, gibt es die Mischform der beidseitigen Finanzierung. Hierdurch entstehen unmittelbare aber auch mittelbare Nachteile.

Nachteile der Entgeltumwandlung als reine arbeitnehmerfinanzierte betriebliche Altersversorgung

Nachgelagerte Einkommensteuer 

  • Volle nachträgliche Besteuerung
    Die Umwandlung gemäß § 3 Nr. 63 EStG für in der Rente zur Anwendung des  § 22 Nr. 5 EStG.
    Vergleichsrechnungen der Anbieter zur privaten Variante sind oft in mehrfacher Hinsicht irreführend.
  • Bei Kapitalzahlungen gibt es keine Progressionsmilderungen
  • Der jährlich steigende Rentenbesteuerungsanteil beträgt 2040 volle 100 Prozent
  • Berufseinsteiger starten in der Regel mit einem deutlich niedrigeren Einkommenssteuerniveau als zum Berufsende. Die Ersparnis ist geringer.
  • Einkommensergänzungen wie Betriebsrenten, private Renten oder Mieteinnahmen usw. halten das Steuerniveau zur Rente hoch. Die häufige Aussage, das spätere Steuerniveau in der Rente läge allgemein niedriger, ist erfahrungsgemäß als  Generalisierung nicht zulässig.

 

Nachgelagerte Abgaben

  • Bei Versorgungsbezug volle, das heißt doppelte Abgaben für Pflegeversicherung
  • Ab Versorgungsbezug über dem Freibetrag volle, das heißt doppelte Abgaben für die gesetzliche Krankenversicherung
  • Auf Freibeträge oder andere Regelungen ist kein dauerhafter Verlass im Bestand. Wie das Bundesverfassungsgericht im Urteil 1 BVR 1660/08 festgestellt hat, sind rückwirkend erlassene Belastungen der Betriebsrenten für Sozialabgaben zulässig. Es spielt hier keine Rolle, welche gesetzlichen Bedingungen bei Vertragsabschluss herrschten. Es besteht grundsätzlich ein hohes Risiko der gesetzlichen Änderungen für Versorgungsbezüge während der Laufzeit.

 

Soziale Leistungsverluste

  • Anteiliger Verlust gesetzlicher Rentenansprüche
  • Verlust anteiliger Abgabenbefreiung der verlorenen Rente
  • Anteiliger Verlust des Basisvorsorgefreibetrags für den anteiligen Rentenbeitrag
  • Verlust der anteiligen Lohnfortzahlungen
  • Verlust der anteiligen Kurzarbeitergeld
  • Verlust der anteiligen Arbeitslosenversicherung

 

Gestaltungseinschränkungen

  • Vertragsänderungen sind eingeschränkt nur über den Arbeitgeber möglich
  • Kündigungen sind nicht möglich
  • Rente oder Kapital wird erst mit der Auszahlung der gesetzlichen Rente ausgezahlt
  • Keine zwischenzeitliche Kapitalentnahmen möglich
  • Die Leistungskombinationen sind selten individuell angepasst und vorgegeben
  • Der Gesetzgeber erlaubt schlechtere Aufklärung im Vergleich zu üblichen Verbraucherinformationen
  • Keine Umschichtungen aus der Vorsorgeeinrichtung in Alternativen möglich 

 

Kapitalrisiken

  • Leistungsgarantien wurden bereits stufenweise abgebaut
  • Das niedrige Niveau der Leistungsgarantien kann noch weiter sinken
  • Die schwachen Garantieerträge können kaum mehr Kosten auffangen
  • Versprochene Leistungen wurden bereits in den vergangenen Jahren flächendeckend gekürzt
  • Zahlreiche Versorgungseinrichtungen sind ohne Kapitalzuschüsse bereits in gefährlicher Not
  • Kostenangaben sind häufig unvollständig, unverständlich oder irreführend
  • Darstellungen der Erträge sind oft undurchsichtig und irreführend
  • Zu niedrige Renten verhindern die hinreichende Abschöpfung des Deckungskapitals
  • Der Gesetzgeber erhöht im Sozialpartnermodell die Risiken der Entgeltumwandlung
  • Gewerkschafter und Betriebsräte treffen zunehmend stellvertretend für den Arbeitnehmer Entscheidungen über Entgeltumwandlungen
  • Zu hohe unerfüllbare Leistungsversprechen alter Verträge gefährden unzählige Versorgungseinrichtungen
  • Gesetzliche Regulierungsanforderungen oder Versicherungsvertragsgesetze garantieren keine absolute Sicherheit der Anwartschaften
  • Nicht jeder Arbeitgeber ist für seine Haftung für Anwartschaften solvent genug
  • Mentale Hürden verhindern rechtliche Einforderungen gegen Arbeitgeber oder Versicherungskonzerne
  • Die „Nullzinspolitik“ verhindert dringend benötigte Erträge
  • Die „Nullzinspolitik“ droht in eine Strafzinspolitik über zu gehen
  • Die „Nullzinspolitik“ hat auch in hoher Konjunkturphase keine Lösungsperspektive zugelassen
  • Eine Umlagesystematik in Versorgungseinrichtungen gleich der gesetzlichen Rente machen keinen Sinn, weil dann die gleichen Probleme herrschen

Nachteile bei der reinen arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung

  • Keine unmittelbaren für den Arbeitnehmer
  • Mittelbar werden diese Positionen als Personalkosten in tariflichen Lohn- und Gehaltsverhandlungen eingepreist.
  • Mittelbar werden andere tarifliche Leistungen weggenommen, um diese ausschließlich in die vorbestimmte AVWL umzuleiten

Nachteile bei der arbeitnehmerfinanzierten und arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung

In der Mischform treffen die unmittelbaren und mittelbaren Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge zusammen. Durch die Annahme einer Förderung entsteht das innere Gefühl selbst einen Beitrag leisten zu müssen. Dieser Effekt wird in der Psychologie auch als Reziprozitätsprinzip bezeichnet. Davon profitiert in erster Linie die Versicherungsgesellschaft, die das erhöhte Ansparvermögen aufnimmt und kostenpflichtig verwaltet. Berechnungen haben dagegen ergeben, dass die vermeintlichen Vorteile dieses Konzeptes bei Arbeitnehmern nicht ankommen. Die Arbeitnehmer haben stattdessen zahlreiche unterdrückte oder falsch dargestellte Nachteile zu tragen, welche absehbar die angepriesenen Vorteile eliminieren.

Warum werden die Nachteile verschwiegen?

Milliardenschwere Interessen der Versicherungskonzerne sorgen für Manipulationsstrategien, um an Ihr Geld zu kommen. Auch hinter den gewerkschaftlichen Einrichtungen wie die Metallrente stehen in der Regel mächtigen Finanzkonzerne. Würden alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen diese zahlreichen Nachteile vollständig kennen und einordnen können, dann wäre kaum ein solch florierendes Geschäft auf Kosten der Allgemeinheit möglich.

 

Politiker/innen spielen den Interessen der Versicherungskonzerne unbedacht mit ständig neuen Gesetzen zu. Wie hierbei durch Lobbyarbeit manipuliert wird, ist nur mit ausreichender Fachkenntnis zu erkennen. Deshalb werden auch Gewerkschafter mit gefährlichen Halbinformationen zweckmäßig ausgenutzt, um Arbeitnehmer/innen anzulocken.

 

Die Versicherungsunternehmen und deren Vermittler sind an Provisionen und Verwaltungskosten des Kapitals interessiert. Je mehr Kapital eingesammelt wird, desto mehr verdienen diese Finanzkonzerne. Deshalb kann man aufgrund einer schlechten gesetzlichen Informationsregulierung unseres Staates bei der Entgeltumwandlung nicht erwarten, dass hier wirklich fair vorgegangen wird. 

Was passiert, wenn Sie die Nachteile ignorieren?

In den meisten Fällen viele Jahre erst einmal nichts. Doch genau das erweist sich als perfide. Wenn keine kritischen Informationen ankommen oder kritische Situationen, wie Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit eintreten, dann wird die Entgeltumwandlung bis zur Rente durch gespart. Erst danach kommt das böse Erwachen bei den Betriebsrentnern und ein chaotischer Berg von Fragen taucht auf. Die Ursachen sind unerwartete Leistungskürzungen, Abzüge für Pflegeversicherungen und gesetzliche Krankenversicherungen und Steuerbelastungen, die völlig anders eingeschätzt wurden. Am Ende steht ein unerwartetes Minus auf der Rechnung.

Ein klassisches Dilemma: Kapital oder Rente?

Sehr viele Entgeltumwandlungsverträge ermöglichen eine Kapitalzahlung, eine Rente oder die Kombination von beiden.   Dadurch merken die Meisten zum ersten Mal, wie ehrlich der Staat es mit seinen sogenannten Förderungen meint. Bei der Kapitalzahlung wird der gesamte Betrag zum Zeitpunkt der Auszahlung mit voller Progression besteuert. Die bekannte Fünftel-Regelung ist hier nicht anwendbar, das haben Gerichtsurtele längst bestätigt.

 

Also doch besser die Rente nehmen? Das ist leider genauso eine Verlustfalle, denn daran haben offensichtlich die Versicherungsunternehmen strategisch das höchste Interesse. Die Garantierenten sind so ausgelegt, dass diese für eine statistisch kaum zu begründende lange Lebenszeit ausreichen müsste. Dadurch ist Ihre Rente entsprechend klein. Auch die propagierte Rechenmethode, dass das Deckungskapital durch die Rentenzahlung zu teilen sei, ist zumindest für Altverträge Augenwischerei. Altverträge haben noch einen hohen Höchstrechnungszins, der auch als Garantiezins bezeichnet wird.

Dadurch kommt zu Ihrem Kapital ein zusätzlicher Ertrag, der die Rente erhöhen könnte.

 

Das ist aber weder vertraglich noch gesetzlich vorgesehen. Stattdessen dehnt sich die statistische Lebenszeit noch einmal aus. Wenn der statistische Durchschnitt bzw. Ihre eigene Lebenszeit deutlich kürzer ist, dann verbleibt viel Geld auf den Konten der Versorgungseinrichtung. Das Geld kann leicht in sogenannte stille Reserven verschwinden. Mindestens 50 Prozent davon verbleibt bereits nach gesetzlicher Regelung für Versicherungen § 153 VVG abs. 3 Satz 2 auch dort. Sie sollen sich im Sinne der Versicherungslobby nicht sachgerecht informieren, sondern impulsiv zur Rente greifen und schon geht die Gewinnstrategie der Versicherungskonzerne auf. Der Staat hilft dabei mit seiner drohenden Steuerbelastung. 

Das Dilemma

Das Hauptproblem ist die psychologische Manipulation der Werbung, die Entgeltumwandlung selbst sei eine Förderung. Hierbei sind mindestens fünf bekannte psychologische Effekte sichtbar wirksam. Die Nachteile der Betriebsrente in Form der Entgeltumwandlung sind dadurch für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu abstrakt und können deshalb leicht von sogenannten Beratern abgewiegelt oder verschwiegen werden. Hinzu kommt der hohe fachliche Anspruch, der selbst Fachpolitiker und Sozialwissenschaftler überfordert. Selbst die potentielle Haftung der Arbeitgeber gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist in der Praxis kaum abschreckend. Die wenigsten trauen sich bei Problemen gegen den eigenen Arbeitgeber oder gegen große Versicherungskonzerne vorzugehen.

 

Zudem scheinen Arbeitsgerichte immer wieder klar zu machen, dass der Arbeitgeber kein Anlageberater sei. Doch der Gesetzgeber hat Ihn unfreiwillig dazu gemacht. Am Ende bleibt nur der Vorwurf an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sie sollen fachlich  selber für Klarheit über Ihren Betriebsrentenwunsch sorgen. Zwischen diesen unauflösbaren Widersprüchen fallen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hindurch. Wie soll das jedoch gehen, ohne neutrale Expertise? Die Versicherungsberater/innen reden nur von Förderungen – die Politiker/innen ebenfalls! Keiner, der von dieser Manipulation wirtschaftlich abhängig ist, wird Ihnen die bittere Wahrheit über die Entgeltumwandlung offen erklären. 

Mehr Artikel zum Thema:


Die fünf Mythen der betrieblichen Altersversorgung!

Ein Pferd mit Flügeln im Sonnenuntergang als Symbol eines Trugbildes
Die Entgeltumwandlung ist in der Werbung ein schönes täuschendes Trugbild!

Es ist schwierig, sich den Argumenten der Politik und der Finanzbranche zu entziehen. Warum beschweren sich jedoch so viele über die Ergebnisse der bAV? 

 

Es liegt an 5 Mythen, welche politisch verbreitet werden, um Sie von der Entgeltumwandlung zu überzeugen. Es sind Manipulationen, durch die  Geld bereitwillig in die Hand der Geldinstitute fließen. Das scheint sich immer häufiger zu rächen. Lassen Sie es nicht soweit kommen. Erfahren Sie hier, was genau hinter den üblichen manipulativen Aussagen steckt, bevor es zu spät ist.


Metallrente: Gewerkschafter als bAV-Experten?

Affenhände auf einer Laptoptastatur
Ist jeder mit einem Rechner für Entgelt ein Experte?

Ein aufgeklapptes Laptop und eine Computergrafik machen noch lange keinen Experten für bAV aus. Viele nebenamtliche Betriebsräte und Gewerkschafter machen aus Loyalität zur Gewerkschaft Werbung für die Metallrente.

 

Die werbenden Ansagen auf Betriebsversammlungen sind gelegentlich aggressiv. Einige Berichte von Arbeitnehmern über öffentliche Aussagen lassen die Haare zu Berge stehen. Werden sich Irreführungen und treuseliges Vertrauen der Arbeitnehmer irgendwann bitter rächen? -> Lesen sie hier mehr!


Direktversicherte verzweifelt und wütend!

Verzweifelter Arbeiter nach dem er Abzüge von seiner Direktversicherung bekommen hat.
Das soll die Auszahlung meiner Direktversicherung sein?

Zuerst bemerkte man das öffentlich bei den Direktversicherungen. In zunehmenden Fällen errechnet sich nach Abzug der Steuern, Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträgen ein gewaltiges Minus. Von den Abzügen waren Direktversicherte völlig überrascht.

 

Die Beschwerden nehmen trotz starker Förderungen aus der Staatskasse zu. Die Finanzkonzerne, zum Beispiel hinter der Metallrente, betreiben indessen unbeeindruckt ihre Kampagnen fort. Der Vertrieb der Direktversicherungen nimmt ungebremst zu. Rentner mit verlustreichen Direktversicherungen sind inzwischen in verzweifelter Wut, darunter auch welche mit Metallrente. Kann das der zukünftige Freibetrag noch retten?


Ach ja - da ist ja noch der Doppelbeitrag!

Mann beißt widerwillig in eine Zitrone = Sinnbild für die widerwillige Beitragszahlungen
In diese saure Zitrone müssen Sie wohl beißen: Beitragsabzüge bei Auszahlung der Betriebsrente über dem Freibetrag!

Mit dem Wegfall von Steuern und Sozialabgaben bei der Ansparung werden Sie für den Vertragsabschluss reich gerechnet. Klar, das Deckungskapital verdoppelt sich fast in den meisten Fällen. Alles easy?

 

Doch entscheidend ist das, was hinten raus kommt: Eine erodierte renditeschwache Rente, die mit nachträglichen Steuern und Abgaben noch kürzer gemacht wird.

 

Was vielen nicht bewusst ist: Die Sozialbeiträge Ihres Einkommens werden vom Arbeitgeber noch einmal bezahlt. Sie zahlen im Grunde im Arbeitsleben nur die Hälfte der Beiträge. Wenn Sie jedoch in Rente sind und Ihre Betriebsrente beziehen, dann ist der zahlende Arbeitgeber weg. Sie müssen dann neben der vollen Einkommensbesteuerung ab einem Freibetrag den vollen Satz der Beiträge für gesetzliche Krankenversicherungen und Pflegeversicherungen, dass heißt einen doppelt so hohen Anteil zahlen - deshalb wird dieser nachgelagerte Beitrag auch Doppelbeitrag genannt. 

 

Mehr dazu können Sie hier lesen: -> FAQs!