Schlechte Kommunikation ist pure Verschwendung!

Autor: Dirk Feldhinkel

In unzähligen Organisationen und Betrieben wird täglich ein Vermögen verbrannt, weil die zwischenmenschliche Kommunikation eine stille Katastrophe ist.

Angsthasen sagen nichts!
Angsthasen in der Abteilung?

Angsthasen sagen nichts! Eine zu autoritäre Führungsweise blockiert Informationen und führt zu ungelösten Problemen. Ungelöste Probleme führen zu Fehler. Fehler führen zu fortkaufenden Verschwendungen. 

 

Nur Sie können das als Führungskraft ändern!

Besonders als Führungskraft sind Sie von Ihrer Kommunikation existentiell abhängig. Es ist das einzige Mittel, um Ihre Mitarbeiter oder Kollegen zu beeinflussen. Doch was passiert, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie gegen Wände laufen. Sie ziehen sich selbst frustriert zurück oder greifen immer mehr auf die autoritäre Tonart zurück? 
Oft verbergen sich dahinter kostspielige Kommunikationsfehler. Hier erfahren Sie eine simple Technik, um den Kontakt innerhalb Ihrer Organisation wieder deutlich zu verstärken.

Kommunikationsfehler - riskant und teuer

Kleine Ursachen - riesige Wirkung

Diese einfachen Fehler können eine ungeheure Auswirkung haben:

 

  • Für vieles gibt es keine klaren Regeln
  • Die bestehenden Regeln sind nicht bekannt
  • Keiner kümmert sich darum, ob die Regeln eingehalten werden

Der Preis ist hoch - Abwesenheit der Führung

Viele Führungskräfte scheinen in einer Welt der Perfektion und Optimierungsflut die große Sorge zu haben, Ihre Mitarbeiter falsch zu führen. Daraus entsteht sehr schnell das wahre Problem: die Abwesenheit der Führung!

Es ist ein großer Irrtum, wenn Sie glauben, dass Mitarbeiter sich wohlfühlen, wenn Sie nur im Notfall "belästigt" werden. Wenn Sie in den Kernkompetenzen nicht die Regeln bestimmen, dann wird der hinterlassene Freiraum nach völlig anderen Regeln besetzt. Diese Form der "Kreativität" kann sehr problematisch sein. Es entstehen Rivalitäten und Beziehungskonkurrenzen, die nichts mehr mit der Produktion zu tun haben, sondern dieser schaden.

 

Beispiele dafür:

 

  • Intrigen und Mobbing blockieren die Arbeitsleistung
  • Konkurrenzausschaltung führt zur Desinformation und zum Schaden
  • Machtspiele gehen auf Kosten der Unternehmensressourcen

 

Dadurch entstehen in Betrieben gewaltige wirtschaftliche Schäden. Dadurch können Wettbewerbsnachteile entstehen, die Arbeitsplätze gefährden. Ein Warnzeichen ist es, wenn eine Controlling - Abteilung Sie mit Problemen konfrontiert, die Ihnen zuvor entgangen sind. Ernsthafte Bedenken sind angebracht, wenn der Kunde Fehlentwicklungen bemerkt und kommuniziert. Offensichtlich ist dann die interne Kommunikation im Notlaufmodus angelangt.

Menschen brauchen Feedback. Dazu brauchen Sie keine künstlich psychologisierte Anleitungen, sondern die zielgerichtete Fokussierung auf relevante Inhalte, aber auch einen klar geregelten respektvollen Umgang mit den Menschen, die Sie hinter sich wissen wollen.

Wie erkenne ich stille Kommunikationsblockaden?

Prüfen Sie in 5 einfachen Schritten

  • Vermeiden Sie selbst unnötige Kontakte zu Ihren Kollegen oder Mitarbeitern?
  • Sind vermeintlich scherzhafte Äußerungen in Ihrem Umfeld bissig, zynisch oder abwertend?
  • Tauchen immer wieder die gleichen Probleme auf, obwohl diese längst besprochen waren?
  • Bemerken Sie Fehler erst, wenn sie als vertuschte Katastrophen auftauchen?
  • Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter ängstlich, respektlos oder desinteressiert wahr?

Verstehen Sie in wenigen Minuten ein Kommunikationsproblem

Konformitätsdruck raubt Informationen

Wenn Sie wirklich wissen wollen, wie gute Führung funktionieren kann, dann fragen Sie nicht Führungskräfte, sondern Mitarbeiter.  Machen Sie nie den Fehler, zu glauben, Ihre Mitarbeiter würden sich bei Problemen selbst bei Ihnen melden. Wenn Sie darauf warten, bekommen Sie die Informationen oft erst, wenn sie kaum noch eingreifen können.

 

Hemmungen, Sie mit Fehler und Probleme zu konfrontieren, liegen in dem Dilemma, dass Fehler und leider oft auch Probleme sanktioniert werden. Hinzu kommt, dass kaum jemand gerne "Vorgesetzten" widerspricht oder sich gegen eine Mehrheit in der Gruppe stellt. Das verursacht wiederum eine schwerwiegende Behinderung der Kommunikation über Fehler und Probleme. Dadurch entgehen Ihnen relevante Informationen. Wenn Sie es merken, dann ist es meist zu spät. Appelle retten dann nichts mehr.

Kommunizieren Sie Offenheit

Drei Grundregeln

Hier zeige ich Ihnen, mit welchen einfachen Methoden Ihre Mitarbeiter oder Organisationsmitglieder in Höchstform auflaufen und Sie den Zugang zu relevante Geschehnissen in der Kommunikation bewahren.

Mit diesen 3 einfachen Grundregeln schaffen Sie eine effektive Kommunikation.

#1 Entwickeln Sie eine positive Kommunikationskultur!

Fordern Sie pro aktiv Ihre Mitarbeiter auf, mit Ihnen über Fehler und Probleme zu sprechen. Bei bieten Sie Hilfe an. Gehen Sie auf Ihre Mitarbeiter in angemessenen Zeitabständen zu und informieren Sie sich pro aktiv, ob alles funktioniert oder ob es Probleme zu besprechen gibt. Kommunizieren Sie mehr das, was Sie wollen und weniger das, was Sie nicht wollen. Machen Sie gegebenenfalls unterscheidbar klar, unter welchen Bedingungen Sie Fehler sanktionieren, zum Beispiel bei groben Nachlässigkeiten oder willkürlichen Pflichtverletzungen - und tun Sie es dann auch.

#2 Machen Sie keinen künstlichen Popanz - bleiben Sie authentisch!

Wenn Sie verärgert sind, dann zeigen Sie es angemessen und ehrlich. Kritisieren Sie dabei immer nur das Verhalten und trennen es von der Person. Kritisieren Sie spezifisch und konkret. Begründen Sie Ihre Kritik in der Sache. Bleiben Sie dabei immer respektvoll. Unterlassen Sie jede Herabsetzung oder Generalisierung. Vermeiden Sie "Rundumschläge". Zeigen Sie jedoch auch Ihre Freude darüber, wenn Schwierigkeiten durch die Mitarbeiter überwunden sind. Ein bisschen Stolz motiviert ungemein. Loben Sie angemessen und ehrlich.

#3 Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter ernst - zeigen Sie Präsenz!

Wenn ein/e Mitarbeiter/in Sie anspricht, dann sorgen Sie dafür, dass Sie zuhören können. Wenn es zeitlich nicht geht, dann legen Sie einen kurzfristigen Termin fest und halten sich daran. Wenn Sie Mitarbeiter/innen hierbei verprellen, werden diese beim Nächsten Mal nur noch im äußersten Notfall an Sie wenden. Dann kann es zu spät sein, um Schaden abzuwenden. Sorgen Sie für Hilfe oder Selbsthilfe.

Kommunizieren Sie klar und respektvoll

Die Gesprächstechnik

Um Kommunikationshemmungen abzubauen, müssen Mitarbeiter die Möglichkeit haben, mit Ihnen in der Sache auf Augenhöhe zu sprechen, wobei Sie durch eine vereinbarte Gesprächskonzeption die Kontrolle bewahren und trotzdem offene Antworten erhalten. Sie erfahren dadurch die Möglichkeit als Führungskraft selbst ehrliche Kritiken oder Wünsche anzuhören, ohne die Autorität zu verlieren.

 

Diese Technik baut auf drei einfachen Bestandteilen auf und kann von beiden Seiten verwendet werden:

 

  1. Schildern Sie neutral und sachlich Ihre Beobachtung und Wahrnehmung zum Problem
  2. Beschreiben Sie als eigene Meinung Ihre konkrete Sorge über das wahrgenommene Problem
  3. Fragen Sie nach der Meinung Ihres Gesprächspartners

Ein Beispiel:

 

Mitarbeiterin Frau Merz:

"(1.)Herr Müller, ich habe mitbekommen, dass Sie Frau Kleinmut angewiesen haben, für unser Modell C373 die Teile Nr. 7658 zu bestellen. (2.) Ich befürchte, diese Teile können wieder wie beim letzten Mal nicht genau passen und Reklamationen verursachen. Wir hatten deshalb die Sonderteile Nr. 7658.1b in Auftrag gegeben. (3.) Wie denken Sie darüber?"

 

Führungskraft Herr Müller:

"Oh vielen Dank, dass Sie so aufmerksam sind! Ich habe noch keine Information von der Produktionsleitung, dass die neuen Sonderteile freigegeben sind aber ich werde gleich mal nachfragen. Es war richtig, mich darauf hinzuweisen. Das haben Sie wirklich gut gemacht!"

 

Haben Sie jetzt noch Zweifel darüber, dass Ihr Team Ihnen zukünftig loyal relevante Informationen weitergibt? 

 

Probieren Sie es aus! 

Teilen Sie, was gefällt!

Wenn Ihnen diese Tipps gefallen haben, dann teilen Sie die Seite bei Ihren Kollegen oder wem Sie es auch immer gönnen. Wenn Sie kritisieren wollen, dann nur zu. Sie haben jetzt die richtige Gesprächs-Technik dafür. Die können Sie dann gleich ausprobieren.  ;-)

 

Senden Sie mir eine E-Mail, wenn Sie ein Wunschthema haben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0